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Tabasco

Die Süßwasserreserve Mexikos
 

Der Bundesstaat Tabasco befindet sich an der Küste des Golfs von Mexiko. Die vollkommen grüne von Flüssen, Lagunen, Sümpfen und Stränden gekennzeichnete Landschaft ist auf die äusserst flache Lage und vor allem auf das warme und feuchte Klima zurückzuführen.

Villahermosa, die Hauptstadt, die auch als “die Esmeralda des Südwestens” bekannt ist, wurde Ende des 16. Jahrhunderts von denjenigen gegründet, die sich aufgrund ständiger Piratenüberfälle dazu gezwungen sahen, sich von der Küste zu entfernen. Heute hat Villahermosa, das am Ufer des Flusses Grijalva gelegen ist, zwei hervorragende Museen: dem Museum “Parque Museo de la Venta” in dessen Grünanlagen eindrucksvolle archäologische Exponate der Olmeken ausgestellt sind und dem Naturkundemuseum Carlos Pellicer, wo sich das Monument 6 des El Tortuguero befindet, auf dem das Ende des dreizehnten Baktún geschrieben steht, welches auf den 21. Dezember 2012 fällt.

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Jedes Jahr veranstaltet die Stadt mit der berühmten “ExpoTabasco” ein großes Fest, bei dem im Baile de Embajadoras (Diplomatinnentanz) 17 junge Frauen die Gemeinden des Bundeslandes vertreten und um den Titel “la Flor más Bella de Tabasco” (die schönste Blume Tabascos) antreten.

Die Länge aller Flüsse in diesem Bundesstaat beläuft sich auf mehr als zweitausend Kilometer, was ein Drittel des gesamten Süßwassers Mexikos ausmacht. Hier befinden sich unter anderem die Flüsse Grijalva und Usumacinta der längste und wasserreichste Fluss der Republik.

Tabasco ist ein öko-touristisches Paradies, übersät von Naturschutzgebieten wie dem Reservat “Biosfera Pantanos de Centla”, “Cañón del Usumacinta”, “Cascadas de Reforma”, “Rio Playa”,  dem staatlichen Park “Agua Blanca” oder “Yum-ká”.

Das Ausüben von Abenteuersportarten in der Natur kann durch Aktivitäten wie Besuche der Grotten von Coconá und von Cuesta Chica oder durch Fahrten mit Schnellbooten auf den wasserreichen Flüssen des Bundesstaates ergänzt werden. Einer der Flüsse, der Grijalva, hat seinen Namen von dem spanischen Kapitän (Juan de Grijalva), der 1518 zuerst dieses Land anlief. Ursprünglich hieß der Fluß Tabasco.

Die Herkunft und Bedeutung des Wortes Tabasco wird unter Sprachwissenschaftlern heftig diskutiert; nach dem Historiker Manuel Gil y Sáenz leitet sich der Name vom Indianerhäuptling Tabscood ab, was “wir wurden betrogen” oder “wir wurden gerichtet” bedeutet. Vermutlich wurde ihm dieser Name als Anspielung auf die von Hernán Cortés gewonnen Schlacht in Centla (1519) gegeben. Bei der Cortés vom Häuptling 20 Frauen als Tribut erhielt - eine von ihnen: die berühmte Malinche.

Kulturliebhaber können Tabasco nicht besuchen, ohne sowohl der größten und am besten erforschten archäologischen Fundstätte als auch der kleinsten Einheit dieses Komplexes einen Besuch abzustatten: der Zeremonialstätte der antiken Stadt der Olmeken in la Venta. Ebenso ist ein Besuch der Mayastätten El Tortuguero, Comalcalco, Pomoná, San Claudio, Santa Elena und der schon sehr nah an Guatemalas Grenzen gelegenen Moral Reforma äußerst empfehlenswert.