Dzibilnocac

Archäologie der Maya > Campeche

Von der Stadt Campeche aus sind es 145 Kilometer Richtung Osten bis Dzibilnocac.

Beschreibung

Ein Wunder der Architektur der Chenes

In der Sprache der Maya bedeutet der Name "bemalte Krypta". Dieser Ort ist ein Beispiel für den Stil der Chenes, welche ihre Blütezeit in der Epoche der späten Klassik erlebten. Es sind allerdings schon Funde aus der Zeit 500 bis 50 v.Chr. an diesem 1842 entdeckten Ort gemacht worden.

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Die Stadt dehnt sich über eine Fläche von etwa 1,32 Quadratkilometer aus. Auf dieser Fläche sind Hügel, die Pyramiden waren, Plattformen, gewölbte Gebäude und Wohnhäuser verstreut. Die Mehrheit von ihnen muss erst noch erforscht werden. Die einzige erforschte Konstruktion ist das Gebäude A, in dem verschiedene Räume über seine Länge hin verteilt sind und drei Türme mit angedeuteten Tempeln in ihren Spitzen.

Dieses Gebäude, das auch als Tempel-Palast bekannt ist, wurde in der Epoche der späten Klassik (600 bis 800 n.Chr.) errichtet. Es handelt sich hier um einen Sockel von 76 Metern Länge und 30 Metern Breite, auf dem drei Türme im Río-Bec-Stil mit vier Auswölbungen errichtet wurden. Nur der Turm, der nach Osten hin zeigt, steht noch. Dieser Turm schließt nach oben mit einem falschen Tempel ab, der durch nicht funktionale Treppen betreten werden konnte. Die Blindzugänge der Tempel sind mit riesigen Maskaronen versehen, die das Monster der Erde darstellen, und in den Ecken sind Wasserspeier in Form von Maskarone des Chaac, des Gottes des Regens der Maya, von der Seite dargestellt.

Weitere bedeutende Gebäude in Dzibilnocac sind wie folgt: der Anhang des Nordwesttempels (Templo del Noroeste), der Südosttempel (Templo del Suroeste), die Nordplattform (Plataforma del Norte), der Puuc-Hof (Patio Puuc), die Große Akropolis (Gran Acrópolis) mit Badeanlage und Saune, das Westgebäude (Edificio del Oeste) und Südadoratorium (Adoratorio del Sur).

Eintrittspreise

Eintritt frei!

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr

Anreise

Von Campeche aus gelangt man nach 90 Kilometern über die Bundesstraße 261 zum Ort Hopelchén. Hier nimmt man den Weg, der nach 20 Kilometern zur Gemeinde Iturbide führt. Von hier aus befindet sich der Ort nur noch 200 Meter entfernt.

Karte

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